Technische Infos - Allgemeines

Entwicklung der On-Board Diagnose Technologie

Die Technik der On-Board Diagnose wurde bereits in den frühen 80er Jahren - als die Mikroelektronik immer kleiner und billiger wurde - durch die Fahrzeughersteller entwickelt und nach und nach in die Fahrzeuge eingebracht. Federführend bei der Entwicklung war der amerikanische Gesetzgeber, genauer gesagt die kalifornische Umweltschutzbehörde CARB (California Air Resources Board). Die CARB hat 1984 einen ersten OBD Gesetzesentwurf veröffentlicht, der für Fahrzeuge ab dem Modelljahr 1988 zum tragen kam. Die ´OBD-1´ von Kalifornien beinhaltete lediglich die Überwachung aller Komponenten, die mit der elektronischen Motorsteuerung direkt in Verbindung stehen.

In einem weiteren Schritt hat die CARB 1988 den geplanten Gesetzesentwurf für die OBD II / OBD2 veröffentlicht. Dieses Gesetz wurde für Fahrzeuge ab dem Modelljahr 1994 wirksam, mit einem Übergangszeitraum von 2 Jahren, so daß man gemeinhin das Jahr 1996 als "Startjahr" für die zweite Stufe der OBD nennt; ein weiterer Grund hierfür war aber auch, daß ab diesem Jahr die bis dahin nur in Kalifornien geltenden Vorschriften nun für alle Bundesstaaten von Amerika Geltung erlangten. Mit der OBD II /OBD2 wurde erstmalig eine standardisierte Diagnose-Buchse im Fahrzeug eingeführt, über die mittels eines universellem Prüfgerät, für jedermann Informationen über abgasrelevante Systeme zur Verfügung stehen müssen.

Die für Europa geplante OBD Gesetzgebung (E OBD / EOBD) basiert weitestgehend auf der amerikanischen OBD II / OBD2. Die Technik zur Fahreug-Diagnose wurde bereits für den amerikanischen Markt entwickelt und wird so auch in Europa für europäische Fahrzeuge genutzt. Wenn man also in Texten die Begriffe "E-OBD", "EOBD", "OBD-2", "OBD2" oder "OBD-II" liest, so ist letztlich immer das gleiche gemeint - nämlich ganz einfach "On-Board Diagnose" der zweiten Generation.


Die Aufgaben der OBD sind :

  • die kontinuierliche Überwachung aller abgasrelevanten Komponenten und Systeme
  • das Schützen von gefährdeten Komponenten, wie z.B. den Katalysator oder Lambdasonde
  • das Speichern von Informationen über aufgetretene Fehler
  • die Anzeige für den Fahrer, falls schädliche Abgaskomponenten vorgegebene Toleranzwerte überschreiten
  • das Übertragen der gespeicherten Informationen im Rahmen eines Werkstattaufenthaltes